SHWT - Wichtige Informationen

Allgemeines Wissen

Terminologie, Technik, Begriffe, Eigenschaften und Gerätschaften für

Solar, Heizung und Wasser Technologie – SHWT

Pufferspeicher (Zwischenspeicher) - Wärmespeicher, der mit Wasser gefüllt ist - beispielsweise bei Nutzung von Heizungsanlagen. Er dient dazu, Differenzen zwischen der erzeugten und der verbrauchten Wärmemenge auszugleichen und Leistungsschwankungen zu glätten.
Solar-Pufferspeicher Solar-Pufferspeicher ist gefüllt mit Heizungswasser – nicht mit Trinkwasser. Ein Solar-Pufferspeicher verfügt i.d.R. über einen Wärmeüberträger (Wärmetauscher) im unteren Bereich des Speichers. Die Solaranlage erwärmt das Heizungswasser, und wenn dieser Prozess nicht ausreichend ist, wird eine Heizungsanlage oder ein anderer Temperaturerzeuger eingeschaltet.
Solarspeicher In den meisten Fällen ist der Solarspeicher mit 2 Wärmetauschern ausgerüstet. Der untere Wärmetauscher dient der Solaranlage - meist mit Solarflüssigkeit gefüllt. Der obere Wärmetauscher ist mit einer Heizungsanlage verbunden und mit Heizungswasser gefüllt.
Diese Solarspeicher sind von innen (und die Wärmetauscher von außen) emailliert oder ganz aus Edelstahl gearbeitet. Da sie direkt am Leitungswassernetz angeschlossen sind, werden sie zur Aufbereitung von Warmwasser genutzt. Oft werden die Solarspeicher auch Trink-, Brauch- oder
Hygienespeicher genannt.
Ob emailliert oder aus Edelstahl bleibt jedem selbst überlassen. Die Herstellung von Edelstahlspeichern ist ein sehr komplizierter Prozess, und der kleinste Fehler bei der Verarbeitung kann unangenehme Spätfolgen mit sich bringen. Die größte Gefahr stellen die Schweißnähte dar. Weil sie nach dem Schweißprozess nicht mehr so rostfrei sind, wird zusätzlich Passiviert (spontane Entstehung oder gezielte Erzeugung einer nichtmetallischen Schutzschicht auf einem metallischen Werkstoff, welche die Korrosion des Grundwerkstoffes verhindert oder stark verlangsamt). Wegen der unterschiedlichen Leitungswasserzusammensetzung in verschiedenen Regionen wird man entweder Edelstahl- oder emaillierte Speicher bevorzugen.

Einige Leitungswasserelemente, die korrosive Wirkung haben:
Indikatorparameter
Parameter                             Einheit              Grenzwert       Bemerkungen

Chlorid                                   mg/l                   250                  Das Wasser sollte nicht korrosiv wirken elektrische Leitfähigkeit         µS/cm                 2500                Das Wasser sollte nicht korrosiv wirken Natrium                                  mg/l                   200                  Das Wasser sollte nicht korrosiv wirken
Sulfat                                     mg/l                   240                  Das Wasser sollte nicht korrosiv wirken Wasserstoffionenkonzentration pH-Einheiten 6,5 – 9,5 Das Wasser sollte nicht korrosiv wirken

Bei Bildung eine Luftkissens oder Entleerung eines nicht emaillierten Speichers kommt es zu einer Korrosionsschichtbildung. Versuchen Sie das zu vermeiden oder zu minimieren.

Bei Wärmeerzeugung werden sehr unterschiedliche Energieträger und Wärmeträgermedien genutzt. Die Kombinationsmöglichkeiten sind sehr vielfältig und Sie können Ihre Kreativität spielen lassen. Zur Warmwasseraufbereitung, Haus-, Gebäudeheizung (oder Kühlung) kann man einige der untengenannten Komponenten einsetzen:
   • Wasser oder Solarflüssigkeit als Energieträger benutzen.
   • Puffer-, Solar-, Brauchwasser- und anderen Speicher für die Energiespeicherung benutzen.
   • Als Energieträger sind zum Beispiel solarthermische Anlagen, Gasheizungen, Holzheizungen,       Kohleheizungen, Ölheizungen, Pelletsheizungen, Wärmepumpenheizungen, BHKW,       Warmluftheizungen, Elektroheizungen, Nachtspeicherheizungen usw. geeignet.
   • Mit Hilfe von Kupferleitungen, Plastikröhren, Zirkulationspumpen und Umwälzpumpen, wird die       Wärme zu den unterschiedlichen Heizträgern – wie Heizkörpern, Wärmetauschern, Boden-, Wand-       oder Luftheizungen gebracht.
Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. So schaffen Sie ein bivalentes Heizungssystem nach Ihren Vorstellungen.

Ein wesentliches Problem in Wasserleitungen sind Ablagerungen, Bildung von Kalk, Rost, Legionellen und Biofilmen an den Innenwänden aller Leitungswasserrohre.

Bei Wasserspeichern mit Magnesiumanode muss die Magnesiumanode regelmäßig ausgetauscht werden – im Abstand von 6 bis höchstens 12 Monaten.

Legionellen (Legionella) sind eine Gattung der Familie der Legionellaceae.
Die für Erkrankungen des Menschen bedeutsamste Art ist die Legionella pneumophila. Sie hat einen Anteil von etwa 70 bis 90 %, je nach Region.
Lebensbedingungen der Legionellen sind optimal in:
   • Süß- und Salzwasser
   • Temperaturbereich 25 bis 50 °C
   • lange Verweilzeit
   • Frischwassernachspeisung
   • Warmwassererzeugungs- und Warmwasserverteilungsanlagen.
Gegenmaßnahmen:
Am Austritt von Warmwassererzeugungsanlagen muss eine ständige Temperatur von mindestens 60 °C bestehen. Bei Anlagen mit Zirkulationsleitungen darf die Warmwassertemperatur im System nicht um mehr als 5 °C gegenüber der Austrittstemperatur absinken. Somit muss die Rücklauftemperatur der Zirkulation in den Warmwasserbereiter mindestens 55 °C betragen.
Außerdem soll kaltes Trinkwasser möglichst kühl gehalten und vor unerwünschter Erwärmung (z.B. durch Sonneneinstrahlung oder nahegelegene Heizungsleitungen) geschützt werden.
Legionellen werden bei einer Temperatur von mehr als 70 °C in kurzer Zeit abgetötet.
Empfehlenswert ist, wenn man einmal pro Woche für ca. 3 Min. aus allen Entnahmearmaturen Warmwasser mit ca. 71°C ablaufen lässt.
Trinkwasser ist nicht steril und enthält auch bei Erfüllung aller gesetzlichen Anforderungen Mikroorganismen.
Diese lassen sich je nach hygienischer Relevanz in 4 Gruppen einteilen:
Gruppe 4: Auftreten von Krankheitserregern, wie z.B. Pseudomonas aerugionosa und Legionellen.                Sie haben hohe hygienische Relevanz.

Zu beachten ist, dass bei allen Warmwasserverteilungssystemen (je nach Region) ab 60°C ein Ausfall von Kalk (Kalkbildung) stattfindet. Als problematisch erweisen sich hier zum Beispiel verzinkte Eisenrohre.

Informationsquelle – teilweise Zitate von Wikipedia.de

Weitere Fragen beantworten wir Ihnen jederzeit gerne.


Förderung von Solarthermieanlagen

Hinweise zu den Fördervoraussetzungen

www.bafa.de
 

1. Basisförderung von Solarthermieanlagen

Im Rahmen der Basisförderung sind nur solche Anlagen förderfähig, die der Bereitstellung des Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasserbereitung oder des Kältebedarfs für Kühlung von Gebäuden dienen. Zudem muss für das Gebäude bereits vor dem 1. Januar 2009 ein Bauantrag gestellt bzw. eine Bauanzeige erstattet worden sein und es muss bereits vor dem 1. Januar 2009 ein Heizungssystem vorhanden gewesen sein.

a. Solarthermieanlagen für die kombinierte Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung sowie zur solaren Kühlung

Bei der Erstinstallation von Solarthermieanlagen bis 40 m² beträgt die Förderung 90 Euro je angefangenem Quadratmeter Bruttokollektorfläche, mindestens jedoch 1.500 Euro. Die Mindestförderung gilt nicht für Luftkollektoren. Folgende Mindestvoraussetzungen bezüglich der Bruttokollektorfläche und des Wärmespeichervolumens (bezogen auf Wasser als Wärmespeichermedium) müssen erfüllt und nachgewiesen worden sein:

   • Bei Vakuumröhren und Vakuumflachkollektoren: mindestens 7,0 m² und mindestens 50 Liter je
     Quadratmeter Bruttokollektorfläche.
   • Bei Flachkollektoren: mindestens 9,0 m² und mindestens 40 Liter je Quadratmeter
     Bruttokollektorfläche.

Bei der Erstinstallation von Solarthermieanlagen mit mehr als 40 m² Bruttokollektorfläche beträgt die Förderung für die ersten 40 m² 90 Euro je angefangenem Quadratmeter und für die darüber hinaus errichtete Bruttokollektorfläche 45 Euro je angefangenem Quadratmeter. Zusätzliche Fördervoraussetzung ist, dass die Anlagen Ein- oder Zweifamilienhäusern zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung dienen und mit Pufferspeichervolumina von mindestens 100 Litern je Quadratmeter Bruttokollektorfläche ausgestattet sind.

b. Erweiterung von Solarthermieanlagen

Für die Erweiterung von bereits in Betrieb genommenen Solarthermieanlagen um bis zu 40 m² Kollektorfläche beträgt die Förderung 45 Euro je zusätzlich installiertem Quadratmeter Bruttokollektorfläche. Voraussetzung hierfür ist, dass die Anlage nach der Erweiterung der kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizungsunterstützung dient.

c. Solarthermieanlagen für die Warmwasserbereitung

Solarthermieanlagen für die ausschließliche Warmwasserbereitung sind nur im Rahmen der Innovationsförderung förderbar (z. B. große Solarthermieanlagen auf Wohngebäuden mit mindestens drei Wohneinheiten oder auf Nichtwohngebäuden mit mindestens 500 m2 Nutzfläche, die im Rahmen der Innovationsförderung förderbar sind).
Nähere Informationen zur Innovationsförderung finden Sie in der gleichnamigen Rubrik (links nebenstehend).

2. Bonusförderungen

Besonders innovative oder effiziente Anwendungen von Solarthermieanlagen können zusätzlich zur oben genannten Basisförderung mit den folgenden Bonusförderungen bezuschusst werden.

Kesseltauschbonus

Die Errichtung einer Solarthermieanlage zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung wird zusätzlich mit einem Bonus gefördert, sofern gleichzeitig der bisher betriebene Heizkessel ohne Brennwerttechnik durch einen neuen Brennwertkessel nach Energieeinsparverordnung mit Brennstoff Öl oder Gas ersetzt wird. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Bonusförderung".

Regenerativer Kombinationsbonus

Zusätzlich zu der Basisförderung für eine Solarthermieanlage können Sie einen Bonus erhalten, sofern Sie gleichzeitig eine förderfähige Biomasseanlage oder eine förderfähige Wärmepumpenanlage errichten. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Bonusförderung".

Effizienzbonus

Wenn Sie in Ihrem besonders effizient gedämmten Gebäude eine Solarthermieanlage zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung errichten, können Sie zusätzlich den sogenannten Effizienzbonus erhalten. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Bonusförderung".

Wärmenetzbonus

Der Anschluss der Solarthermieanlage an ein Wärmenetz kann zusätzlich mit dem Wärmenetzbonus gefördert werden. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Bonusförderung".

Bonus für besonders effiziente Solarkollektorpumpen

Wird gleichzeitig mit der Errichtung einer förderfähigen Solarthermieanlage eine besonders effiziente Solarkollektorpumpe eingebaut, so kann pro Pumpe ein Bonus gewährt werden. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Bonusförderung".

3. Innovationsförderung

Erläuterungen zu den besonderen Förderbedingungen finden Sie unter der Rubrik "Innovationsförderung".


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